“Wenn jemand besonders pünktlich ist, wird er mit einem Deutschen verglichen.”

Agapi Mkrtchian, Anusch Aslibekyan und Benik Stephanyan besuchten am Freitag, dem 22. November 2019, das Internationale Gymnasium Pierre Trudeau in Barleben. Die drei armenischen Autoren sind ein Teil des Projekts “Interlese”, organisiert durch den Friedrich-Bödecker-Kreis e.V., welcher Autorenlesungen an Schulen veranstaltet, um den interkulturellen Austausch zu fördern. Wir, Schüler der zwölften Klasse, hörten uns zunächst Rezitationen ausgewählter Texte an und hatten daraufhin die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mit einem Gedicht von B. Stephanyan namens “...als quälende Erinnerung”, einem Theaterstück A. Aslibekyans, “Mercedes” und der Kurzgeschichte “DIE DEUTSCHEN ESSEN KEIN BROT” von A. Mkrtchian deckten die drei eine große literarische Bandbreite ab. Die Werke der Autoren handeln von ihrer Heimat Armenien und haben in großen Teilen autobiographische Züge oder verarbeiten wahre Ereignisse, weshalb sie sich besonders gut dazu eignen, dem Zuhörer eine Vorstellung des Landes zu vermitteln. Auf die Frage, was man über Sachsen-Anhalts Partnerland wissen sollte hatten die drei viele Antworten: Die Armenier sind das erste christliche Volk; sie sind das erste Volk, welches einen Völkermord erlebt hat; sie haben zwei Alphabete und literarische Sprachen... und vor allem für die Pünktlichkeit seien die Deutschen in Armenien bekannt. Anschließend konnten wir uns noch persönlich mit den Autoren unterhalten und ihre Bücher lesen.