Willkommen bei der Fachschaft Religion!

v.l. Herr Röthig, Frau Wolter, Frau Arend, Frau Heuschneider
v.l. Herr Röthig, Frau Wolter, Frau Arend, Frau Heuschneider

Religionsunterricht aus Weltbürgerperspektive

Auch wenn es von der Lebenswirklichkeit unserer Region weit entfernt zu sein scheint: Für die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung ist Religion untrennbar verbunden mit der eigenen Identität und Kultur der Heimat. Um andere Menschen und um andere Kulturen verstehen zu können, ist die Kenntnis und das Verständnis darüber, was Glauben bedeutet und wie er sich auf das Leben auswirkt, unabdingbar. Das gilt für alle Weltreligionen, aber insbesondere für die christliche Religion. Sie hat neben vielen weiteren unsere Kultur geprägt und ermöglicht einen tieferen Zugang zu ihr. Daher ist der Religionsunterricht ein auf Information und Verständnis ausgerichteter, jedoch unverzichtbarer und alternativloser Bestandteil der Ausbildung am internationalen Gymnasium.

(Claudia Heuschneider, Fachschaftsleitung Religion)

Leichenschau

Anatomische Ausstellungen betrachtet aus ethischer Perspektive durch den Jahrgang 10

Das Anatomieseminar der 11. Klassen mit dem Besuch der Meckelschen Sammlungen war für die Jahrgangsstufe 10 Anlass, dieses Thema im Religionsunterrichts aus ethischer Perspektive zu betrachten.

Als Schüler der 11. Klassen von ihrem Besuch der Meckelschen Sammlungen berichteten, hörte man oftmals von dem mulmigen Gefühl im Bauch oder von der Stille, die einkehrte, als sie die Sammlungen mit den echten menschlichen Präparaten betraten.

Was ist das, dass uns bewegt? Warum haben wir dieses mulmige Gefühl, wenn wir eine anatomische Ausstellung besuchen? Tote Körper sind doch nur leere Hüllen… Aber wenn das stimmt, warum bestatten wir diese Hüllen dann auf dem Friedhof und bringen ihnen Blumen?

Dieses mulmige Gefühl war Ausgangspunkt der ethischen Überlegungen zur Vertretbarkeit anatomischen Ausstellungen. Und wenn man über anatomische Ausstellungen spricht, kann man in unserer Zeit nicht bei Meckel bleiben, sondern muss auch über die Ausstellung „Körperwelten“ sprechen. Vor Augen hat man sofort die typischen Bilder der plastinierten Körper. An die kontroversen Diskussionen um ein Verbot der Ausstellung kann man sich vielleicht erinnern.

Alle Schüler haben sich intensiv mit dem Thema Tod, Seele, Bestattungskultur und den Sinn anatomischer Ausstellungen beschäftigt. Das Ergebnis zeigt ganz unterschiedliche Schülerwerke. Es sind Informationsflyer entstanden, die den ethischen Diskurs auf den Punkt bringen. Wir haben Kurzgeschichten, Gedichte und Poetry-Slams gehört, die uns zum Nachdenken anregten. Und wir durften auf der Bühne beim Symposium live eine hitzige Debatte erleben. Es wurde ein Gesetzesentwurf diskutiert, der fordert, dass öffentliche anatomische Ausstellungen der Öffentlichkeit vorzuenthalten sind und nur noch zu wissenschaftlichen Zwecken erfolgen dürfen. Am Ende der Diskussion wurde abgestimmt. Wie hättest du entschieden?

Claudia Heuschneider (Lehrerin für Religion und Latein)

Zeichnung von Paula BrauckmannPoetry-SlamDebatte

Zeichnung von Paula Brauckmann

Krippenspiel 2019

Wie in jedem Jahr gestalteten auch 2019 die Schüler der fünften Klassen und der Chor ein Krippenspiel, das auch wieder in der Petrikirche in Magdeburg am 19.12. aufgeführt wurde. Mit viel Engagement der Schüler und der Fachschaften Religion und Musik wurde ein Krippenspiel dargeboten, das alle Gäste in die Weihnachtszeit einstimmte und sich der Frage widmete: Warum wir Weihnachten feiern.

Vielen Dank allen Beteiligten, den Gästen und auch der Petrikirche, die uns wie immer den Raum für die Aufführung zur Verfügung stellte.

Kirstin Wolter (Lehrerin für Religion und Deutsch)

Krippenspiel 2019Krippenspiel 2019